KW46: Werkstattbericht

OKR – Bergfest und kurzes Zwischenfazit

Im Embodied Engineering nutzen wir sie. Und auch die Agile Travel Guides haben ihre eigenen OKR. In dieser Woche hatten wir Bergfest in unserem drei-monatigen Zyklus. Zeit für ein kurzes Zwischenfazit.

  1. Gute Ziele und Results zu formulieren ist nicht einfach und will geübt werden. Leider merkt man das nicht zu Beginn, sondern erst mit der Zeit. Ein Result, welches lautet „In jedem Sprint haben wir…“ ist schlecht formuliert, da das ganze Result nicht mehr erreichbar ist wenn nur in einem Sprint mal etwas falsch läuft.
  2. Es geht um die Ziele und weniger um die Results. Bevor man Results verwirft (siehe oben), oder als erfüllt ansieht, sollte man sich fragen welchem Ziel sie dienen und kritisch hinterfragen, ob das strikte erfüllen von Results wirklich zielführend ist. Es ist erlaubt die Results anzupassen wo es sinnvoll ist. (Meine Meinung)
  3. Ziele auf mehreren Ebenen. Es kam die Frage auf, ob ein Team, dass eine Product Vision und ein Sprint-Ziel hat auch noch OKR braucht. Ein berechtigte Frage. Die Antwort darauf ist wie so oft: It depends.
    OKR spannen einen anderen Entscheidungshorizont auf. In den Meetings werden andere Dinge besprochen, die wichtig sind und in anderen Meetings nicht zur Sprache kommen würden, weil der Fokus ein anderer ist. Ob das den zusätzlichen Aufwand rechtfertigt kann ich aber nicht sagen.

Für mich persönlich hilft die Formulierung von OKR enorm, wenn es darum geht meine Arbeit zu planen und priorisieren. Die OKR bilden den großen Entscheidungshorizont, vor dem ich entscheiden kann, ob meine aktuelle Tätigkeit auch wirklich auf eins der Ziele einzahlt, auf die wir uns im Team und Unternehmung einigen. Meetings waren, wenn wir unsere Aktivitäten vor dem Hintergrund der OKR besprechen haben, deutlich fokussierter.

Wie sprechen wir (besser) über Probleme?

Wir haben ein Problem! Leider ist mit der Terminologie „Problem“ nicht immer klar, was genau damit gemeint ist. Ist es ein tatsächlicher Schmerz, „nur“ eine Herausforderung, oder eine Vermutung? Ist es bereits die tiefere Analyse, oder ein potentielles Risiko? Die sprachliche Ungenauigkeit erschwert die Arbeit mit dem Problem bzw. der Lösung. Aus diesem Grund macht es Sinn, diesen Begriff weiter zu differenzieren.

Genau das ist gerade meine Aufgabe. Ich versuche über eine aus der Medizin stammende Terminologie eine differenzierte Sprache zu ermögliche, die zusätzlich den Vorteil hat, dass sich daraus viele greifbare Analogien ergeben – was immer eine gute Idee ist, weil es das gemeinsame Verständnis fördert.

Details folgen sicher noch in einem Artikel 🙂

Viel Zeit für Teams und Menschen

Meine Erkenntnis diese Woche: Mehr Zeit für das Team und die Menschen darin. Auch mal über sich und seine Ziele und Wünsche sprechen und nicht jede Retro dafür verwenden zu. überlegen wie wir im nächsten Sprint noch besser werden.

Weiter durfte ich zwei Retrospektiven durchführen. Danke für euer Vertrauen. Ich freue mich wenn ich euch helfen kann. Ich selber lerne dabei ebenfalls viel über unsere Kultur und wie wir ticken. Das ist wichtig, um auch in Zukunft meine Arbeit in unserem Sinne durchführen zu können.

Zum Schluss noch eine Frage:

Ist eine hohe #Qualität das Ergebnis, oder die Voraussetzung von bzw. für ein #agiles Vorgehen? IMO eine wichtige Frage, in der viele #Missverständnisse und falsche #Erwartungen deutlich werden, die den #Erfolg von agilen Vorgehen gefährden.

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