KW44/45 Werkstattbericht

In der letzen Woche bin ich euch einen Wochenbericht schuldig geblieben. Der Grund hierfür waren die aktuellen Ereignisse rund um die Weiterentwicklung des SoSo. Ich wollte hier im Werkstattbericht meine Gedanken aus zwei Gründen nicht voreilig teilen:

  1. Die Ergebnisse waren noch nicht „offiziell“. Ich wollte zunächst unser internes Statustreffen abwarten, in dem Timo einiges zu den Entwicklungen sagen wollte.
  2. Meine Eindrücke waren noch zu frisch, als dass ich sie brühwarm hier im Blog teilen wollte.

SoSo 3… 2.1

Das SoSo verändert sich. Ständig. Manch einer mag vielleicht auch sagen (leider) schon wieder. Für mich ist es spannend zu beobachten, wie sich das SoSo verändert und auf Probleme reagiert. Um es klar zu sagen: Ich finde es toll in einem Unternehmen zu arbeiten, was sich seinen Problemen stellt und gewillt ist Änderungen vorzunehmen!
Persönlich bin ich bei einigen Details skeptisch, ob die Art und Weise, wie die Veränderung vorangetrieben und kommuniziert wurde, immer glücklich gewählt wurde. Aber ich bin mir sicher, dass die Intention immer zum Wohle aller Mitarbeiter in unsere SoSo war und ist.

Wir wollten es allen recht machen.

Bei der Diskussion zum SoSo 3.0 ging es primär um die Frage, wie wir die Sicht nach Innen zu unseren Mitarbeitern stärken können, um diese zu unterstützen. In einigen Umfragen wurde deutlich das wir hier ein Mangel haben. Es ging darum, für uns Mitarbeiter da zu sein. Es ging um Führung im Sinne von „Servant Leadership“. Wie geht es den Mitarbeitern? Wie können wir euch in den Projekten unterstützen? Wie schaffen wir es Perspektiven für eure persönliche und fachliche Weiterentwicklung zu schaffen. Und wie können wir menschliche, fachliche und disziplinarische Verantwortung vereinbaren?

Zur Disskussion standen verschiedene Modelle. Chapter-Leads, Team-Leads, Doppelspitze, People Coaches, CTO’s, die als Gegengewicht zum starken Vertrieb auf der Ebene unseres Division-Managers die Interessen der Entwickler wahren sollen. Alle diese Ideen haben tolle Ansätze und trotzdem hatten diese Vorschläge aus meiner Sicht immer einen Haken: Sie sollten die eine Antwort auf die vielen verschiedenen Probleme im SoSo sein. Das wurde im Laufe der Diskussion immer deutlicher und so haben wir uns entschieden, keinen großen Wurf mit dem SoSo 3.0 zu machen, sondern zunächst mal „nur“ das SoSo 2.1.

SoSo 2.1: Individuelle Lösungen für individuelle Probleme.

Das SoSo 2.1 ist im Grunde das alte SoSo. Es ändert sich faktisch (noch) nichts. Was jedoch passiert ist, ist dass die Business-Manager in ihrer Rolle als organisatorische Führung der Crew darin bestärkt wurden, einen Prozess in Crew hineinzutragen, um individuelle Lösungen für die Probleme der jeweiligen Crew zu finden. Das ist gut. Die Probleme in den Crews sind unterschiedlich und können IMO am besten in den Crews individuell gelöst werden.

Wie dieser Prozess in den jeweiligen Crews nun aussehen wird ist noch offen. Ich würde mich freuen wenn wir erleben wie Mitarbeiter die Verantwortung zur Lösung ihrer Probleme, auch in stark gewachsenen SoSo, weiterhin selber in die Hand nehmen, und immer kritisch hinterfragen, ob dass, wie es gerade funktioniert, wirklich für euch und unsere Kunden die bestmögliche Lösung ist.

Die Entscheidung, die Verantwortung in die Crews zu tragen und individuelle Lösungen zu finden, ist aus meiner Sicht richtig und besser als für das gesamte SoSo die eine Lösung zu finden.

Ich freue mich auf die kommende Zeit. Es wird viel zu lernen geben. Ich bin gespannt welche Entwicklungen sich nun ergeben werden. Ich biete gerne meine Hilfe an. Ihr könnt viel besser als ich entscheiden, wie diese aussehen kann. Wenn ihr als Unterstützung von mir, oder uns den Agile Coaches, wünscht, dann kommt vorbei.

Offene Fragen

Es bleiben noch Fragen.

  1. Warum haben die Crews diese Verantwortung nicht schon eher wahrgenommen? Die Vision der Crews war es immer schon eigenständig zum Wohle ihrer Mitarbeiter und Kunden zu handeln. Was lässt uns hoffen, dass es diesmal anders wird?
  2. Das SoSo ist als Dienstleister für individuelle Softwareentwicklung sehr divers am Markt. Wir haben eine Vielzahl individueller Projekte und haben erkannt das jedes Projekte seine eigenen Probleme und Herausforderungen hat. Müssten wir nicht eigentlich viel kleinere Einheiten haben, um uns in den jeweiligen Projekten optimal auf die Aufgabe und den Kunden einzustellen?

Und sonst so?

Ich habe in letzter Zeit die Nähe zu meinen Team im EE ein bisschen verloren. Ich habe mich daher dazu entschieden, regelmäßig „Walk and Talks“ mit jedem einzelnen aus dem Team zu veranstalten, um zu erfahren was sie gerade bei ihrer Arbeit beschäftigt und wie es ihnen geht. Wir machen das jetzt jede erste Woche im Monat für jeweils 30 Minuten. Ich wusste nicht genau was mich erwartet, aber ich gewinne einen neuen Blick und Verständnis für das Team. Für mich ist es ein Gewinn. Ich hoffe, dass es auch den anderen hilft.

Am Freitag waren wir Gastgeber für die IBH-Tagung. Das Thema der Tagung war „Scrum“. Admir und ich konnten hier eine schöne Einführung in das Thema geben und das SoSo sowie EE als kompetente Partner für die Softwareentwicklung und die Gestaltung von Arbeits- und Produktions-Planung von morgen vorstellen. Das Feedback war super!

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