Werkstattbericht KW38

Thema der Woche: Wie setze ich Ziele? Fokussierung, Ablenkung.

  • Mehr Zeit für das Team: Ich habe versucht an den Regelmeetings meines Teams häufiger teilzunehmen. In den letzten Wochen ist das Team leider ein bisschen kurz gekommen. Vorbereitungen für Workshops und andere (private) Termine ließen das nicht zu. Das ist mir gelungen 🙂 Wir hatten ein gutes Refinement, und guten Austausch nach den Dailys sowie die gemeinsame Definition von OKR. Das gab mir die Möglichkeit wieder ein bisschen besser das Team zu beobachten.
  • Modell zur kontinuierlichen Team-Entwicklung: Ich wollte die ganze Woche eine erste Version unseres Modells zur kontinuierlichen Team-Entwicklung vorstellen. Leider wurde ich diese Woche zu häufig abgelenkt und bin dazu nicht mehr gekommen. Womit wir zum nächsten Punkt kommen.
  • Ablenkungen: Wir haben ein tolles „Einzelbüro“. Ich persönlich schätze dieses Büro sehr. Es ist gemütlich, ruhiger als die offenen Flächen und ich sitze mit drei anderen Agile Coaches zusammen, mit denen es steht anregende und inspirierende Diskussionen gibt. Regelmäßig kommen Menschen bei uns vorbei und bringen neue Themen. Aber vielleicht ist das auch ein Problem. Mindestes in der letzten Woche hatte ich zwar viele sehr spannende Diskussionen, aber meine eigentlichen Ziele habe ich darüber aus den Augen verloren. Ich muss hier noch überlegen wie ich mich besser Fokussieren kann. Vielleicht muss ich mich der Ablenkung entziehen und in einen unserer Silentrooms gehe?
  • Dieses Blog: Er endlich ist fertig geworden. Die Idee gab es schon lange, jetzt ist der Start gemacht. Wofür ich diesen Blog brauche lest ihr hier.

Meine Spotlights

Erste Woche 4 Fragen zum Start

Die erste Woche, in der ich mir täglich vier Fragen für den Start in den Tag gestellt habe ist vorbei. Fazit: Ziele formulieren ist schwerer als gedacht. Eigentlich wenig überraschend, denn gute Ziele bedeuten mehr als einfach nur Aufgaben „abzuhaken“. Schon die Formulierung setzt eine Reflektion über das Warum einer Aufgabe voraus. Das ist nicht immer so einfach und erfordert Zeit, die ich mir in der ersten Woche nicht ausreichend genommen habe.

So habe ich mir an einem Tag zum Ziel gesetzt, mich mit einem Kollegen über die Wertschöpfungsrechnung auszutauschen. Kann ich dieses Ziel für mich abhaken wenn der Austausch stattgefunden hat? Ich glaube nicht, denn der Grund warum ich diesen Austausch suche wurde nicht formuliert. Wenn ich mir aber dieser Frage stelle, wird Das Ziel klarer:

Ich habe die Wertschöpfungsrechnung verstanden und kann eine solche für unsere interne Zelle der Agile Travelguides zu erstellen.

Jetzt sieht das schon ganz anders aus: Mein Ziel habe ich nicht erreicht, denn ich habe die Wertschöpfungsrechnung nicht ausreichend gut verstanden, um eine solche für uns zu erstellen.

Learning: Ich muss mir mehr Zeit zur Formulierung nehmen.

Erste Praxiserfahrungen mit OKR

Sowohl wir Agile Travelguides, als auch mein Team aus dem Embodied Engineering haben sich diese Woche mit OKR auf der Ebene des Teams beschäftigt. Dazu muss ich sagen, dass ich mich mit dem Thema bislang nur theoretisch auseinander gesetzt habe. Das Thema wird aber für uns jetzt wichtig, denn OKR sehen wir als eine mögliche Methode die Symptome eines schnellen Wachstums zu lindern. Wir gehen das Thema also nun an, um erste Erfahrungen in der Praxis zu sammeln.
Was aber wie so häufig bei derartigen Testläufen fehlt, ist die Formulierung des Problems, einer Hypothese zur Lösung, ein Testzeitraum, sowie Kriterien, an denen wir merken, dass die Einführung von OKR unsere Hypothese erfüllt. Zumindest ist mir nichts von dem bekannt. So bleibt aktuell die Aussicht auf ein Bauchgefühl. Ich frage mich warum wir und ich das immer wieder vergessen? Ist das nicht die Grundlage von Plan-Do-Check-Act und damit aller Agilität?

Zur Formulierung der OKR in meinem Team werde ich nochmal einen kleinen Artikel schreiben, aber in der kurzen Zusammenfassung kann ich sagen, das ich glaube das wir hier für ein erstes Mal ein gutes Ergebnis erreicht haben.

Learnings: Gibt es später in dem Artikel

3. Osnabrück macht Agil

Diesmal bei der LMIS AG. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle! Wieder einmal ein toller Austausch über agile Themen und die Bestätigung, das wir bei uns, trotz aller Probleme, relativ gesehen ziemlich gut beim Thema Agilität aufgestellt sind. Ich glaube wir sind hier auf einem guten Weg.

Habe hier das Thema „Scrum in kleinen Teams. Ja? Nein? Welche Alternativen?“ eingebracht. Das Problem schien gut bekannt zu sein und ich konnte dort eine Idee besprechen und herausfordern, die wir in einer unser „Plauderrunden“ hatten. Kurz: Statt drei kleine Teams parallel mit je einem Projekt. Ein großes Team mit drei Projekten sequenziell.
Ich denke ich werde dazu sicher nochmal ein Artikel schreiben, um zu prüfen ob das auch für uns ein Modell sein kann.

Learnings:

  • Wir sind auf deinem guten Weg und beim Thema Agilität im Raum Osnabrück gut aufgestellt.
  • Ablauf des Meetup kann noch verbessert werden. Finde uns und speziell mich als Facillators in der Moderation noch nicht gut. Ich selber habe z.B die Anmoderation verbockt. Ich sollte mich darauf besser vorbereiten.

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