earlzeit 1447: Nach vielen Jahren geht mit meinem Mailserver eine weitere Server vom Netz den ich bislang für mich privat betreiben habe. Nicht zuletzt die aufgetretenen Filesystem-Fehler und der damit verbundene Wartungsaufwand wurde mir dann doch zu groß.
Daher hab ich mich entschieden den Mailserver vorerst vom Netz zu nehmen und sämtlichen Mailverkehr nur noch über meinen Hoster abzuwickeln.
earlzeit 2257: Gestern, nichts ahnend und entspannt auf der Suche nach gutem Ton zur Vertonung noch besserer Bilder, bimmelte die Quatsche. Am anderen Ende ein Ulf. Er stand, wie er selber sagte, noch unter dem Einfluss von Adrenalin und wollte nur kurz berichten, das er nun den Double?, Corner-Jump?… ach egal – halt den Sprung unten am Ende eines Trails an unserem “Hausberg” gesprungen ist. Das freute mich für ihn, und ärgerte zugleich auch mich, da ich mir diesen Sprung beim letzten Ausflug fest vorgenommen hatte, aber noch keine Gelegenheit hatte diesen auch zu springen. Nun ist er mir zuvorgekommen und hat vorgelegt.
Heute dann mit Thomas zu besagtem Hausberg gefahren, fest entschlossen es dem Ulf gleich zu tun. Gesagt getan, und diesmal auch ohne großes probieren. Nach kurzem warm fahren und einmal die Anfahrt antesten konnte es losgehen. Leider hatten wir keine ordentliche Cam mit dabei, daher hier nur zwei der ersten Sprünge mit dem Handy gefilmt.
Im Anschluss daran gabs noch zwei Abfahrten, die aber zumindest mir diesmal nicht mehr soviel Spaß gemacht haben. Vielleicht lags an dem durch die Nässe rutschigem Untergrund?. Vielleicht auch meiner nicht richtig funktionierenden Vorderbremse (Trotz Entlüftung und getauschten Belägen)? Naja, aber vielleicht fuhr nach den letzten Stürzen doch ein bisschen zu sehr die Angst oder sagen wir Respekt als Sozius bei der Abfahrt mit. Auf jeden Fall wars recht lahm. Kommen auch wieder flottere Abfahrten. Hoffentlich.
earlzeit 1936: Rückblick -6 Tage. Samstag. Earl machte seinen ersten Besuch im Kletterpark. Diese befindet sich im Nettetal. Schon x-mal mit dem Bike vorbeigefahren, y-mal drüber gesprochen und mindestens genau so oft geplant da mal hinzufahren.
Letzten Samstag war es soweit. Dirk, Ulf, Berit und meine Wenigkeit finden sich am Kletterwald ein.
Während Ulf und Dirk beide schon mal geklettert sind, ist es für mich das erste Mal das ich mich in solche Gefilde begebe. Wobei “Klettern” hier eigentlich nicht die richtige Bezeichnung ist. Es handelt sich hier eher um ganzkörperliche Geschicklich- und Gleichgewichtsübungen in luftiger Höhe. Ich war auf jeden Fall gespannt wie ich auf die Höhe reagieren würde.

Nach einer kurzen Einweisung, in der wir uns offenbar so gut anstellten, dass man uns empfahl die ersten beien Parkours direkt zu überspringen, ging es endlich los. Der rote Parcour war der Einstieg. Um es abzukürzen: Der rote wie auch lilane Parcour waren eigentlich kein großes Problem. Man hat zwar nicht alles direkt ohne einen Fall in die Sicherung geschafft, aber fürs erste Mal war es glaube ich ganz gut. Es waren da an dem Nachmittag ne Menge Leute unterwegs, die sich an den Schlüsselstellen ungeschickter angestellt haben – glaube ich.

Der schwarze Parcour ist aber schon ne andere Nummer… Dank fehlender Technik ging es für mich nur über Kraft, von der nicht genug vorhanden war. Völlig erschöpft musste ich dann den schwarzen dann leider auch abbrechen, und vorzeitig per Seilrutsche dem sicheren Boden entgegen gleiten.
Fazit: War gut, hat Spass gemacht und ist auch für den Preis von 17,50€ eine Empfehlung. Ich war ein bisschen darüber überrascht wie wenig mir die Höhe ausmachte. Vielleicht steht ja im nächsten Wanderurlaub der erste Klettersteig an.
earlzeit 1910: Zum Touren bin ich in den letzten Wochen eigentlich gar nicht so viel gekommen. Zu groß war die Lust sich auf das Ufo zu setzen und mehr oder weniger das zu tun, was man gemeinhin als Downhill versteht. Schneller werden, Grenzen austesten und am Ende des Tages etwas Neues geschafft zu haben. Das macht die Faszination aus. Touren fahren mit dem Nerve war fast vollständig abgemeldet und wurde nur widerwillig gemacht, um sein schlechtes Gewissen zu beruhigen.
Umso mehr freue ich mich, dass sich das wieder ein bisschen ändert. Vielleicht liegt es auch daran das ich meine Hausrunden nun wieder ein bisschen variere, bzw. kombiniere und diese nicht mehr ganz so langweilig sind. Vielleicht aber auch daran das es beim DH zuletzt doch den ein oder anderen härteren Einschlag gab… Auf jeden Fall macht es derzeit wieder richtig Spaß mit den Nerve über Feld, und Waldwege zu heizen. Ein bisschen Musik im Ohr pusht nochmal mehr, was aber leider gelegentlich dazu führt, dass man unfreiwillig von Rad absteigt. Aber bis jetzt ist alles gut gegangen.
Ich glaube, dass sich das Fahren auf dem DH auch auch auf mein Fahren mit den Nerve auswirkt. Meine Kurventechnik ist besser geworden und ich komme subjektiv ein bisschen schneller und vor allem flüssiger durch die Trails. Der ein oder andere eingestreute Wheely-Versuch lockert das Ganze zusätzlich auf und die Hausrunde macht nun wieder Spaß.
earlzeit 1915: Mit dem dritten Teil folgt heute der vorerst letzte Teil des Rückblicks der Radsport-Aktivitäten aus Österreich. Der letzte Teil war zugleich die erste Tour, und diese führte uns auf den Penken, den Hausberg in Mayrhofen.
Wie vielerorts öffnet sich auch Mayrhofen dem zunehmend beliebter werdenden MTB-Sport und stellt seit 2009 mit den Trails “Himmelfahrt” und “Höllenritt” zwei Strecken für die Bergabfraktion bereit. “Himmelfahrt” ist eine relativ einfache Strecke mit ein paar Sprüngen, Anliegern und hier und da ein paar Northshores und Drops (welche wir aber nicht gefahren sind). Diesem Trail schließt sich dann der “Höllenritt” an, und dieser macht seinem Namen alle Ehre!
Das Video zeigt die paar Passagen, an denen wir mal ein bisschen länger fahren konnten. Es beginnt auf der Mittelstation vom Penken. Von dort aus geht es mit dem Sessellift zum Gipel. Die Bike werden geshuttelt.
http://www.vimeo.com/13829929
Der “Himmelfahrt”-Trail bringt im oberen Teil Laune. Die engen Anlieger machen Spaß zu fahren und das Panorama ist großartig. Später lässt der Spaß aus meiner Sicht ein bisschen nach. Weitgehend Schussabfahrten mit ein paar eingestreuten Holzelementen wie eine Steilwand und ein paar Wallrides. Da ist definitiv noch Potential für mehr.
Der “Höllenritt”-Trail steil, matschig (Großteil des Trails liegt wohl auf der Schattenseite) und grobe Wurzelpassagen oder Absätze werfen halbminütlich die Frage auf “Wer zu Teufel fährt hier runter?” Ulf und Earl zum Beispiel! Aber zugegeben: Auch hier war der Trageanteil schon ziemlich hoch. Und gegen Ende des Trails fehlte für die fahrbaren Stücke zumindest bei mir auch oft die Kraft um diese ohne Schaden überstehen zu können. Also ich denke, mit entsprechender Fahrtechnik den passenden Bike (der ~19Kilo Freerider passte gut wäre da nicht die ein oder andere Bergaufpassage) mit dieser Trail super Spaß. Für mich kam er noch ein bisschen früh und das Fahrvergnügen ging in den vielen Tragepassagen ein bisschen unter.