earlzeit 0750: Teil 2 der Bike-Videoserie zum diesjährigen Österreich Urlaub. Wir befinden uns in Neukirchen am Wildkogl. An diesem schlängelt sich neben dem Wildkogl-Trail auch der Rob-J Supertrail durch alpines Gelände, Wälder und Wiesen den Berg hinunter.
Die Hoffnung war groß, denn das Video, welches ich von diesem Trail im Vorfeld sah, hat mit so begeistert, dass ich diesen Trail umbedingt fahren wollte. Und nach dem “Höllenritt” in Mayrhofen, war ich heiss auf einen flowigen Trail, auf dem man es auch als nicht Freeride-Profi die Bremse aufmachen kann, um es mal laufen zu lassen.
Die 50km von Mayrhofen nach Neukirchen waren dann doch länger als gedacht – Passstrassen sein Dank! Aber letztlich erreichten wir doch die Talstation der Seilbahn, die uns zum Startpunkt des Trail befördern sollte. Das Wetter war diesig. Graue Wolken hingen über uns und drohten ihren Inhalt über uns zu ergießen. Aber wir sahen es positiv. Es war trocken und das fehlen der stechenden Sonne sollte bei einem so langen Tag in den Bergen nicht von Nachteil sein. Also los!
Der Trail began mit einer Schotterpiste auf der wir recht entspannt die ersten Höhenmeter mit schönstem Blick ins Tal vernichten konnte, endete dann aber schlecht beschildert in alpinen Trails, die technisch sehr anspruchsvoll zu fahren waren. Um es kurz zu machen: Eigentlich waren sie für uns zu anspruchsvoll, und so mutierte unsere flowige Abfahrt zu einer Bergrad-Wanderung. Ich fluchte und das nicht zu knapp. Mist, dabei sah das in dem Video so easy aus. Aber wie das in Videos ist: Im Video sieht alles einfach aus. man sieht die Steilheit nicht. Hat kein Gefühl dafür wie verwinkelt die Strecke wirklich ist, und die riesen Absätze lassen sich auch nicht erkennen.
http://www.vimeo.com/13752946
Aber nachdem wir diese verwinkelten Trail hinter uns gebracht hatten und über Forststrassen zum zweiten Teil des Trail fuhren sollte auch die Strecke für Menschen auf unseren Fahrlevel reizvoll werden. Endlich! Man konnte fahren und die Schmach, bis eben fast nur getragen und geschoben zu haben, war schnell vergessen.
Letztlich hat speziell der Rob-J Supertrail meine Erwartungen nicht erfüllen können, aber das wohl nur weil ich ihn noch nicht bewältigen konnte. Aber davon ab war der Trip super und eine tolle Erfahrung. Und hey! Rob-J Supertrail! Ich komme wieder, und dann werde ich dich bezwingen – ohne einmal den Fuss abzusetzen…. Muahuahhuah!
earlzeit 2155: Wie bereits an dieser Stelle berichtet, war der Earl dieses Jahr mit Freunden in Österreich für einen Wanderurlaub, oder sagen wir “Aktivurlaub”, denn neben dem Wandern wurden auch meinerseits Rad gefahren während andere es vorzogen Klettern zu gehen.
Einer dieser Biketage, und zugleich auch der letzte in diesem Urlaub, war der Besuch des Bikeparks in Leogang. Ich beschloss schon einen Tag vorher abzureisen, um dann auf dem Rückweg einen kleinen Umweg zu machen und den Park in Leogang zu besuchen. Leider hatte ich nicht so viel Zeit, denn schließlich warteten nach dein bisschen Radeln noch mehr als 700km Fahrt vor mir. Eine Übernachtung im Hotel steckte nicht mehr wirklich im Budget und ein Zwischenstopp in München bei meinem Freund Andy fiel ins Wasser weil dieser in dem selben auf Sylt sich seinerseits von den Strapazen der Arbeit erholte. Tja, also hieß es Zurückhaltung zu üben. Insgesamt habe ich also nur vier Abfahrten gemacht wobei ich jede Strecke zwei mal gefahren bin. Das reicht kaum um die Strecke kennen zu lernen und die Steilheit, die mal wieder enorm war, sorgten dafür nur selten mal etwas mehr Tempo aufgekommen sind.
Trotz Allem war es mal wieder ein super Tag. Nicht zu letzt weil man sich das was man sich vorgenommen hatte auch gemacht hatte, obwohl man skeptisch war ob es eine gute Idee sei nach dem Biken noch die Heimfahrt zu machen. Mal angesehen davon das es immer doof ist wenn man sich alleine irgendwo richtig ablegt und in diesem Falle ich nichtmal hätte nach Hause fahren können… Naja alles gut gegangen.
Natürlich wurde auch bismal wieder versucht das Ganze auf Video zu bannen und ein bisschen aufzubereiten. Tja, nicht zuletzt aus den oben genannten Gründen sind nicht wirklich “spektakuläre” Szenen zusammengekommen, und so bleibt das Video dann doch eher eine persönliche Erinnerung, als ein aufregendes Bikevideo. Aber egal, genau darum geht es hier im Blog ja auch. Also trotzdem viel Spaß beim gucken.
http://www.vimeo.com/13657177
Interesannter Weise kommt in dem Video die Steilheit an manchen Stellen sogar besser rüber als ich gedacht hätte. Aber in Wirklichkeit wars natürlich viiiiiel steiler
Ehrlich!
earlzeit 2314: Vor nicht allzu langer Zeit gehörte derEarl noch zu dem Volke der Studenten. Zu den Studenten des Fachs der Medien-Informatik. Zugegeben an der FH-Osnabrück sind im Studium die Medien eigentlich immer zu kurz gekommen. Ich vermute es war halt eins dieser typischen Bindestrich-Informatikfächer, die irgendwann vor Jahren auftauchten und die versprachen viele Studenten an die Hochschulen zu holen. Da wollte jeder dabei sein, schließlich gehörte man dann zu einer der Hochschulen, die interdisziplinär das Studium der Informatik angeboten haben. Und genau diese Informatiker, die verschiedene Fachbereiche zusammen bringen, und Wissen aus beiden Welten habe, werden mit zunehmender Digitalisierung unserer Welt immer wichtiger. Wie auch immer.
Auf jeden Fall der Teil der Medien leider immer etwas kurz und das ganze Studium war schon sehr technisch angelegt. Im Grunde unterschied es sich nicht sonderlich von dem Studium der technischen Informatik. Mit der richtigen Wahl der Wahlpflichtfächer konnte man eine recht hohe Deckung beider Studienfächer erreichen.
Aber eines der wenigen Fächer in denen ich tatsächlich mal in der Art und Weise mit “Medien” gearbeitet habe wie ich es mir damals vorstellte war das Fach CGA. Und als ich kürzlich mal meine alten Unterlagen durchschaute stolperte ich über die Abschlusshausarbeit in dem Fach. Ein Animation eines Lamy Vista Füllers. Erstellt mit Cinema4D.
http://www.vimeo.com/13468680
Tja, für einen kurzen Moment kam dabei ein bisschen Wehmut auf, denn diese Hausarbeit hat wirklich sehr viel Spaß gemacht auch wenn das so gar nichts mehr mit dem zu tun hat, was derzeit mein täglich Brot ist. Leider eigentlich. Denn bevor ich durch das Studium zu sehr “technisiert” wurde, möchte ich behaupten, dass ich weit mehr gestaltet habe und grafischer und “kreativer” unterwegs war. Aber wenn ich mich in diese Richtung hätte entfalten wollen, hätte ich wohl das Design-Studium wählen müssen.
Aber so läuft das Leben… und es läuft gut!
earlzeit 2252: Dieser Titel wird sicher die Hits dieses Artikels ins Unermessliche treiben. Also wollen wir das mal relativieren: Bob heisst nun Earl – bleibt aber Baumeister. Aber von Anfang an: Arbeit war heute mal so richtig Kacke. Halt ein typischer Montag, und von daher verließ ich auch leicht angefressen das Büro, und hatte eigentlich keine wirkliche Lust auf Biken. Eigentlich hatte ich keine Lust auf gar nix. Aber sei es drum, denn ich hatte dem Ulf schon zugesagt. Mal abgesehen davon das zu Hause rumhängen auch nicht die Laune gehoben hätte.
Es stand mit der B-Burg eine der lokalen Trails hier in Osnabrück auf dem Programm. Im Gegensatz zu einigen anderen Strecken gibt es hier weniger Gehacke, sondern ein bisschen merh Flow und den ein oder anderen Sprung. Schon in der letzten Woche wo ich hier alleine fuhr, fiel mir eine alternative Line auf, die ein bisschen mehr Flow versprach, da sie nicht durch eine Kuhle führt, die einen auf seinem Rad schon ordentlich zusammenstaucht.
Ulf und ich sind dann zusammen mal die Line abgelaufen und fanden eine Stelle die sich förmlich anbot für einen kleinen Sprung. Also zurück zu Auto, den Klappspaten geholt, der schon seit Monaten auf seinen ersten Einsatz wartet und ran ans Werk. Nach etwa einer halben dreiviertel Stunde, war es voll bracht. Der erste selbst erstelle Sprung!

Zugegeben: Der Sprung ist jetzt nicht der allerhöchste, aber er macht ungemein Spaß da er eine echt sanfte Landung hat. Nach dem Sprung führt die Line wieder auf den alten Trail, allerdings in einem ewas andere Winkel, was dazu führt das eine der Schlüsselstellen nun ganz ander gefahren werden kann. Alles in Allem find ich das jetzt mal gelungen.
earlzeit 2241: … kann man das Wochenende (ich glaube ich erwähnte es schon einmal) fast nicht besser einleiten als mit einem Ausflug innen Wald. So auch heute. Nach Feierabend Ulf eingepackt, Thomas kam später auch noch dazu und im Forellental konnte gepflegt bei ein paar Abfahrten dem Bergabsport gefröhnt werden. H E R R L I C H!

Besonders gut, das ich diesmal echt gut an Thomas dran bleiben konnte, der sonst immer noch ne Ecke flotter unterwegs ist. Offenbar hat sich die Veränderung meines Setups doch positiv auf mein Speed ausgewirkt. Daumen hoch. Allerdings war ich dann entweder zu schnell oder nur ein bisschen unaufmerksam und entnahm am Ende des Trail mal ordentlich ne Bodenprobe. Das sieht das so aus:

Wie gut das ich nen Fullface-Helm trug, denn der Einschlag war echt mitten ins Gesicht. Zum Glück auf weichem Waldboden der dann auch recht stark staubte, wie unschwer zu erkennen ist. Aber war ja auch klar. Aber zum Glück ist alles klar gegangen, nur das Knie schmerzt ein bisschen. Die folgenden Abfahrten waren dann wie zu erwarten wieder ein bisschen langsamer.
Aber es war mal wieder top!
earlzeit 2017: Hach, is des scheee
Ein paar Impressionen aus Willingen am 4.7 (glaube ich).

Na da geht aber noch was an Tempo!
Na an an der Strecke sind immer mal wieder ein paar Leute die Fotos machen. Interessanter Weise wurde selbst bei solchen Lichtverhältnissen mich Blitz fotografiert. Das hätte ich jetzt nicht gedacht.

Ich glaube das Foto ist ein bisschen spät also schon in der Landephase aufgenommen. Trotzdem schön.
Nächster Besuch in Willingen am 24.07 mit Ulf und Crissi, der dort mit einem von uns gesponsorten Biketag, sein Hochzeitgeschenk einlösen wird.
earlzeit 0002: Heute mit Thomas wieder in Willingen gewesen, und ich hatte mit fest vorgenommen heute die die Drops zu fahren, die ich mich in der letzten Woche mal wieder nicht getraut hatte. Das Versäumnis in der letzten Woche hatte tiefe Unzufriedenheit zur Folge, denn schließlich bin ich eben diese Drops schon im letzten Jahr mit dem Joe, der heute übrigens auch wieder mit von der Partie war, gefahren bin.
Und auch heute hatte ich mal wieder ein mulmiges Gefühl und ahnte schon wieder das ich memmen würde, aber nachdem Thomas und ich einen der Doubles auf dem Downhill gesprungen sind (Mein erster richtiger Double), stieg auch wieder Adrenalinpegel und ich war bereit für die Drops:
http://www.vimeo.com/13251663
Wie gesagt, das ist alles Kinderkram, und sicher nichts worauf man sich etwas einbilden könnte, aber für mich war das ein wichtiger Schritt.
Was sonst noch geschah: Joe stürzte gleich zweimal: Das erste mal verpasste er am Northshore die Einfahrt und entnahm eine Bodenprobe. Der zweite Sturz geschah beim Wiedereinreihen in den Train in dem wir den Freeride runterfuhren. Wollte wohl über eine Abkürzung zwischen mich und Thomas stossen, allerdings sag ich Joe nicht herannahen und Joe rechnete nicht damit das ich vor der Kurve noch kurz anbremsen würde. Folge: Böses Hämatom am Knie, trotz Schoner, Schürfwunden an Ellebogen und Schulter. Gute Besserung men Jong an dieser Stelle! Ich vermute er wird diesen Tag unter der Kategorie “Kacktag” abbuchen obwohl er den Starthügel am Downhill zum ersten mal gefahren ist als wenn er es schon 1000 mal getan hätte.
earlzeit 2158: Mittlerweile ist es ja schon fast zu einer kleinen Tradition
geworden das Ulf, Marc, Hans-Christian, Mike und ich einmal im Jahr nach
Österreich fahren um dort eine verlängerte Woche Aktivurlaub, genauer
Wanderurlaub zu machen.

Nach dem Grundelsee (2008) und Schladming (2009), stand dieses Jahr Mayrhofen
im Zillertal auf dem Programm. Neben gemeinschaftlichen Wandern sollte dieses
Jahr für einige vermehrt das Klettern im Fordergrund stehen. Da Klettern
(noch) nicht meine Sache ist, war mein Alternativplan Biken zu gehen. Auch
nicht das schlechteste
Und damit ich mein Bike auch mitbekommen habe, ging
es dieses Jahr mit zwei Autos los.
Abfahrt Freitag früh gegen 04:00. Dank schwüler Nacht und etwa 2 Stunden
Schlaf eigentlich keine gute Idee sich dann ins Auto zu setzen um knapp 900km
abzuspulen. Aber man konnte sich ja mit Hans-Christian mit dem Fahren
abwechseln, auch wenn der ebenfalls nicht viel frischer wirkte.
Gewohnt wurde dann die nächsten 10 Tage in einer uhrigen Hütte aus dem Jahre
1788 (oderso) im Zillergrund, einem Seitenarm des Zillertals. Die Hütte war
toll und echt gemütlich. Hier konnte man es aushalten.

Neben einigen Wanderungen standen für mich und Ulf noch eine Aktivitäten mit
dem Bike an. Mayrhofen bietet mit dem Trails “Himmelpforten” und “Höllenritt”,
zwei ganz nette Strecken an, allerdings hatte ich mir wohl im Vorfeld etwas
nicht ganz so technisches vorgestellt und daher war ich ein bisschen
entäuscht. Gleiches galt für den “Rob-J Supertrail” am Wildkogl. Ich glaube
ich bin entweder mehr jemand für gemacht Strecken wie z.B in Willingen, oder
fahrtechnisch noch nicht so weit als das mir diese Naturtrails wirklich Spass
machen würden. Der Besuch in Leogang am letzten Tag “entschädigte” aber für
vieles, wenn auch hier wieder mal deutlich wurde, dass das alpine Gelände weit
anspruchsvoller als die hiesigen Hügel im Teuto, oder im Sauerland sind.
Letztlich bin ich aber auch mal gespannt wie sich der baldige Urlaub in Portes
du Soleil gestalten wird.

Alles in Allem war es mal wieder ein top Urlaub, und ich bin mir sicher das
wir auch im nächsten Jahr wieder etwas in dieser Art machen werden. Und dann
werde ich mich vielleicht auch einen einfachen Klettersteig ausprobieren.
Zum Abschluss noch eine kleine Videodokumentation des diesjährigen Urlaub. Ich
denke man bekommt einen ganz guten Eindruck von dem Urlaub, auch wenn Teile
vom Biken noch vom Klettern dabei sind. Viel Spass beim gucken.
http://www.vimeo.com/13224827
Bis zum nächsten Jahr
